die Bamako-Dakar-Karawane ist zwar Geschichte, nicht aber der
transnationale Organisierungsprozess zwischen afrikanischen und
europäischen BasisaktivistInnen – im Gegenteil: der hat – jedenfalls
scheint es so – mit der Karawane gerade erst begonnen (und zwar, was
Westafrika betrifft, das erste Mal seit Mitte der 1980er Jahre: damals
gab es vor allem in Frankreich eine Solidaritätsbewegung mit den von
Thomas Sankara in Burkina Faso angestoßenen Umwälzungen – allein:
bereits 1987 wurde Tomas Sankara mit Hilfe Frankreichs ermordet...).
In diesem Sinne möchten wir darauf hinweisen, dass unser Netzwerk
Afrique-Europe-Interact gerne zu Veranstaltungen eingeladen wird – und
das um so mehr, als Anfang Mai eine 45-minütige Video-Dokumentation der
Karawane frisch aus der Pressung kommen wird.
Bislang haben bereits mehrere Veranstaltungen zur Karawane stattgefunden
(teils im größeren, teils im kleineren Rahmen) – unter anderem in
Frankfurt, Rostock, Bremen, Wien und Hamburg. Weitere Veranstaltungen
sind zudem in Hannover, Bielefeld, Bernau, Berlin, Leipzig, Münster,
Oldenburg und nochmal Bremen geplant.
Wer Interesse hat, möge sich bitte an uns wenden:
nolagerbremen@yahoo.de. Nähere Informationen zur Karawane findet ihr
auch auf unserer Webseite: www.afrique-europe-interact.net – zudem wird
in der April-Ausgabe der Monatszeitung „ak – analyse & kritik" ein
längerer Auswertungsartikel erscheinen – unter der Überschrift: „Der
Anfang ist gemacht. Bamako-Dakar-Karawane beflügelt
afrikanisch-europäische Organisierung von unten."
Last but not least: AktivistInnen von Afrique-Europe-Inteact und Welcome
to Europe werden demnächst zu einer Delegationsreise nach Tunesien
aufbrechen (vgl. in diesem Zusammenhang auch die unter anderem von
Afrique-Europe-Interact auf den Weg gebrachte Deklaration „Freiheit
statt Frontex":
http://www.afrique-europe-interact.net/?article_id=429&clang=0).
Außerdem werden wir wahrscheinlich Mitte Mai mit einer
Unterstützungskampagne für einige der malischen Gruppen von
Afrique-Europe-Interact beginnen. Hintergrund ist, dass derzeit
zehntausende (Arbeits-)MigrantInnen sowohl aus Libyen als auch aus der
Elfenbeinküste nach Mali zurückkehren. Da es von staatlicher Seite kaum
Unterstützung gibt, sind diesbezüglich vor allem Basis-Initiativen
gefragt – im Übrigen ist die Situation auch deshalb katastrophal, weil
hierdurch für tausende (Groß-)Familien die monatlichen Rücküberweisungen
ihrer Verwandten auf einen Schlag weggefallen sind.
Mit besten Grüßen,
Olaf/NoLager Bremen