Montag, 6. Februar 2012

Re: [g8-2007] Deutsche Erstaufführung "Black Block" am Samstag

Gibt's den nach Samstag noch weiter irgendwo zu sehen? Wo, wann?

bg
A.

Am 06.02.12 21:04, schrieb Gipfelsoli:
> *Black Block*
> *Ein Dokumentarfilm von Carlo A. Bachschmidt*
>
> Deutsche Erstaufführung (in Anwesenheit des Regisseurs)
> im Foyer der Filmarche e.V. Berlin, Schlesische Str. 26
> Samstag, 11.02.2012 um 19.30 Uhr
>
> Genua 2001: Der Gipfel der G8, der Protest der Hunderttausenden, die Kämpfe, die
> Hoffnungen, der erschossene Demonstrant, die Polizeigewalt auf den Strassen und
> schließlich beim Überfall auf die Diaz-Schule. Was in dieser als Schlafplatz
> genutzten Schule passiert ist und was davon bleibt - davon legen Aktivist/innen im
> Dokumentarfilm „Black Block" Zeugnis ab.
>
> 300 Polizisten stürmten in der Nacht nach dem Gipfel die Diaz-Schule. Bei ihrem
> kalkulierten Blutbad verletzten sie fast 90 Menschen schwer. Selbst aus den
> Krankenhäusern wurden sie anschließend in die Polizeikaserne Bolzaneto gebracht, dort
> erniedrigt und gefoltert. Niels und Lena (Hamburg), Chabi (Zaragoza), Mina (Paris),
> Dan (London), Michael (Nizza) und Muli (Berlin) erzählen ihre Geschichten aus dieser
> Nacht, von davor und danach, von der erlittenen Traumatisierung, von dem, was für sie
> seither anders geworden ist. Aber auch, wie sie neue Wege fanden und dabei festhalten
> an den Idealen, die sie nach Genua geführt hatten.
>
> Black Block feierte seine Premiere auf der Biennale in Venedig und wird in
> Anwesenheit des Regisseurs in der Filmarche erstmals in Deutschland zu sehen sein.
>
> Der Genueser Carlo A. Bachschmidt war 2001 an der Organisation der Proteste
> beteiligt. Danach hat er die Anwält/innen in Prozessen gegen Polizisten und an den
> Misshandlungen beteiligtes medizinisches Personal durch die akribische Auswertung von
> Filmmaterial unterstützt.
>
> Zwei weitere Werke widmen sich im Panorama der diesjährigen Berlinale den Ereignissen
> von Genua 2001: Der Dokumentarfilm The Summit und der Spielfilm Diaz - Don't clean up
> this blood.
>
> Black Block. Dokumentation, 77min. Regie, Buch: Carlo A. Bachschmidt. Kamera: Stefano
> Barabino, Harald Erschbaumer. Schnitt: Alessandro Pantano. Ton: Francesco Cerasi.
> Produzent: Domenico Procacci. Produktion: Fandango.
>
> Original mit englischen Untertiteln. Eintritt frei.
>
> Mehr Infos zum Film:
> http://www.claudiatomassini.com/uploads/media/Black_Block_press_book.pdf
>

[g8-2007] Deutsche Erstaufführung "Black Block" am Samstag

*Black Block*
*Ein Dokumentarfilm von Carlo A. Bachschmidt*

Deutsche Erstaufführung (in Anwesenheit des Regisseurs)
im Foyer der Filmarche e.V. Berlin, Schlesische Str. 26
Samstag, 11.02.2012 um 19.30 Uhr

Genua 2001: Der Gipfel der G8, der Protest der Hunderttausenden, die Kämpfe, die
Hoffnungen, der erschossene Demonstrant, die Polizeigewalt auf den Strassen und
schließlich beim Überfall auf die Diaz-Schule. Was in dieser als Schlafplatz
genutzten Schule passiert ist und was davon bleibt - davon legen Aktivist/innen im
Dokumentarfilm „Black Block" Zeugnis ab.

300 Polizisten stürmten in der Nacht nach dem Gipfel die Diaz-Schule. Bei ihrem
kalkulierten Blutbad verletzten sie fast 90 Menschen schwer. Selbst aus den
Krankenhäusern wurden sie anschließend in die Polizeikaserne Bolzaneto gebracht, dort
erniedrigt und gefoltert. Niels und Lena (Hamburg), Chabi (Zaragoza), Mina (Paris),
Dan (London), Michael (Nizza) und Muli (Berlin) erzählen ihre Geschichten aus dieser
Nacht, von davor und danach, von der erlittenen Traumatisierung, von dem, was für sie
seither anders geworden ist. Aber auch, wie sie neue Wege fanden und dabei festhalten
an den Idealen, die sie nach Genua geführt hatten.

Black Block feierte seine Premiere auf der Biennale in Venedig und wird in
Anwesenheit des Regisseurs in der Filmarche erstmals in Deutschland zu sehen sein.

Der Genueser Carlo A. Bachschmidt war 2001 an der Organisation der Proteste
beteiligt. Danach hat er die Anwält/innen in Prozessen gegen Polizisten und an den
Misshandlungen beteiligtes medizinisches Personal durch die akribische Auswertung von
Filmmaterial unterstützt.

Zwei weitere Werke widmen sich im Panorama der diesjährigen Berlinale den Ereignissen
von Genua 2001: Der Dokumentarfilm The Summit und der Spielfilm Diaz - Don't clean up
this blood.

Black Block. Dokumentation, 77min. Regie, Buch: Carlo A. Bachschmidt. Kamera: Stefano
Barabino, Harald Erschbaumer. Schnitt: Alessandro Pantano. Ton: Francesco Cerasi.
Produzent: Domenico Procacci. Produktion: Fandango.

Original mit englischen Untertiteln. Eintritt frei.

Mehr Infos zum Film:
http://www.claudiatomassini.com/uploads/media/Black_Block_press_book.pdf

--

http://.gipfelsoli.org
http://euro-police.noblogs.org
http://twitter.com/gipfelsoli

pgp | gpg: http://gipfelsoli.org/static/gipfelsoli@nadir.org.asc
DCD2
A7FB F8C0 3324 1AF2 E2F0 A1FB E8A3 8CA4 D90C

Mittwoch, 1. Februar 2012

[g8-2007] Tagung in Berlin am Samstag: Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami

Soziale Bewegungen im digitalen Tsunami

Tagung zu neuen digitalen Schnüffelwerkzeugen am 4. Februar 2012 in Berlin
11.00 – 19.00 Uhr im Südblock, Admiralstraße 1 (U8, Kottbusser Tor).

Vor fünf Jahren organisierten sich europäische Innenminister unter Rädelsführerschaft
der deutschen EU-Präsidentschaft in einer sogenannten „Future Group", um auf die
Weichenstellungen für die Polizeiarbeit der Zukunft Einfluss zu nehmen. Schon damals
wurde von „gewaltigen Informationsmengen, die für öffentliche
Sicherheitsorganisationen nützlich sein können" orakelt: Der erwartete „digitale
Tsunami" würde demnach verheißen, Milliarden elektronischer Geräte in Echtzeit zu
verfolgen und Verhaltensmuster ihrer NutzerInnen analysieren zu können. Inzwischen
wird diese digitale Aufrüstung zunehmend spürbar und erreicht auch Soziale
Bewegungen. Denn die neuen kriminaltechnischen Werkzeuge finden in den behördlichen
Beschaffungsabteilungen begeisterte Abnehmer. Die Aufstände in nordafrikanischen und
arabischen Ländern zeigen, dass die Produkte der neuen Generation skrupellos auch an
autoritäre Regierungen verkauft werden.

Ihr zunehmender Einsatz bewegt sich auch in Europa oftmals in einer rechtlichen
Grauzone: Die Anwendungen liegen quer zur gegenwärtigen Gesetzgebung.
Überkommene strafprozessuale und gefahrenabwehrechtliche Eingriffsgrundlagen tragen
den neuen erweiterten Datenerhebungs- und Verwendungsmöglichkeiten kaum angemessen
Rechnung. Insbesondere der zunehmende Einsatz von Soft- und Hardware durch Polizeien
und Geheimdienste weckt staatliche Begehrlichkeiten nach immer weiteren Datenmengen
und vollzieht sich bislang ohne eine nennenswerte gesellschaftliche Auseinandersetzung:

Das Handy als polizeiliches Werkzeug zur Strafverfolgung und „Crowd Control"

Die Proteste gegen die Nazi-Aufmärsche in Dresden Anfang 2011 machten auf die
polizeiliche Nutzung von Daten aus der Funkzellenauswertung (FZA) aufmerksam. Auf
richterlichen Beschluss lieferten Provider Verkehrsdaten von Gesprächen oder SMS,
darunter die Nummer beteiligter Anschlüsse, Beginn und Ende der Verbindung,
IP-Adressen oder andere genutzte Dienste. Diese FZA tangierte die Rechte einer
Vielzahl von Menschen, die offensichtlich nichts mit dem Ziel der Maßnahme zu tun
hatten: In zwei Ermittlungsverfahren („Besonders schwerer Fall des
Landfriedensbruchs", „Bildung einer kriminellen Vereinigung") wurden über eine
Million Verbindungsdatensätze gespeichert und zu mehr als 40.000 Anschlüssen auch die
zugehörigen AnschlussinhaberInnen ermittelt. Die so erlangten Daten nutzte die
Staatsanwaltschaft zunächst auch für die zur Verfolgung geringfügiger Verstöße. Die
in Ermittlerkreisen sogenannte „telekommunikative Spurensuche" kann aber auch in
Echtzeit genutzt werden, wie es bereits 2009 über eine von Nokia Siemens Networks in
den Iran gelieferte Plattform berichtet wurde: Die staatlichen Milizen registrierten,
wenn sich auffällig viele Mobiltelefone in Funkzellen eingebucht hatten. Dadurch
wurden Spontanversammlungen schnell ausfindig gemacht. Um auch inaktive Mobiltelefone
ins Radar von Verfolgungsbehörden zu rücken, werden sogenannte „Stille SMS" versandt.
Diese im Polizeijargon als „Ortungsimpulse" bezeichneten SMS sind für die
ausgeforschte Person unsichtbar. Mit diesem Trick zwingen die Polizeien und
Geheimdienste die Provider, den Standort der Geräte bzw. Nutzer zu registrieren. Auf
diese Weise verschickt allein die Polizei Nordrhein-Westfalens ebenso wie Schäubles
Zollkriminalamt jährlich mehr als eine Viertelmillion „Stiller SMS". Derart
lokalisiert kann zur Ausforschung des/der Handy-Besitzers/Besitzerin ein sogenannter
„IMSI-Catcher" eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine mobile
Überwachungseinheit, die gegenüber dem Telefon eine starke Funkzelle simuliert. Das
Telefon bucht sich automatisch dort ein. Fortan können alle hierüber geführten
Verbindungsdaten protokolliert oder Gespräche ohne Umweg in Echtzeit mitgehört werden.
Vielfach laufen die Informationen in Lagezentren zusammen. Diese sogenannten
„Monitoring Centers" zur Visualisierung eingehender Informationen sollen den Behörden
ein umfassendes Lagebild verschaffen und die Entscheidungsfindung und
Führungsfähigkeit verbessern. Die Systeme sollen aber zunehmend miniaturisiert
werden, um sie auch ad hoc für „Konferenzen, Großanlässe, Demonstrationen oder
Entführungen" nutzen zu können. Hierzu finanzieren EU-Mitgliedstaaten ebenso wie die
Europäische Union (EU) Forschungsprogramme, um eine „automatische Aufdeckung von
Bedrohungen" zu befördern.

Mathematik gegen Dissens – Computergestützte Repression

Neben der üblichen polizeilichen Fallbearbeitung und Vorgangsverwaltung wird etwa
Ermittlungssoftware eingesetzt, um Beziehungen in Datensätzen zu finden. Aufgebohrt
mit „Zusatzmodulen" kann die Software auf weitere Datenbanken zugreifen oder
GPS-Überwachung einbinden. Die Software-Industrie verkauft Produkte zum „Data
Mining", die einen Mehrwert aus bislang unstrukturierter Information besorgen sollen.
Laut Anbietern verwalten die Anwendungen Texte und Audio-Mitschnitte, Videos, Emails,
Bewegungsprofile oder Handy-Ortungsdaten. Doch damit nicht genug: Auf zahlreichen
Verkaufsmessen werden statistische Verfahren auch für die Polizeiarbeit beworben, die
mittels „vorausschauender Analyse" Kriminalitätsmuster erkennen und sogar Straftaten
vorhersehen wollen. Einer der Marktführer bezeichnet die versuchte Vorhersage als
„Evolution in der Verbrechensbekämpfung".
Auch das Internet wird längst mit allerlei Anwendungen ausgeforscht.
Telekommunikationsanbieter sind zur Zusammenarbeit mit Verfolgungsbehörden
verpflichtet und müssen technische Standards für „Lawful Interception" (etwa
„behördliches Abhören") einhalten. Je nach Lage der Bürgerrechte setzen Regierungen
Anwendungen zur „Deep packet inspection" (DPI) ein, die den Internetverkehr nach
Suchbegriffen filtern können. Weil immer mehr NutzerInnen ihre Kommunikation
verschlüsseln (auch der Verkehr von Internettelefonie via Skype ist codiert),
infiltrieren Polizeien und Geheimdienste die genutzten Rechner direkt. Diese
behördlichen Hackerangriffe unterscheiden offiziell zwischen
„Quellen-Telekommunikationsüberwachung" und „Online-Durchsuchung" – eine Trennung,
deren Machbarkeit von AktivistInnen grundlegend in Frage gestellt wird. Die
Überwachung des Nutzerverhaltens im Internet bleibt indes nicht auf den eigenen
Rechner beschränkt.
Soziale Netzwerke, also Twitter, Facebook, Google+ oder StudiVZ müssen
Verfolgungsbehörden ebenfalls auf richterliche Anordnung Daten herausgeben. Auch in
öffentlichen Blogs und Chaträumen kann nach Auffälligkeiten, Interessen von Gruppen,
Trends oder anderen Aussagen über Beziehungen zwischen Personen und Vorgängen gesucht
werden. Zahlreiche Studien belegen den Wert dieser „Open Source Intelligence"
(OSINT). Demnach können Beziehungen unter Personen vollständig aufgedeckt werden,
wenn nur acht Prozent der Gruppe ausgeforscht werden.

Digitaler Selbstschutz, Rechtsschutz, Online-Petition? Gegenstrategien in den Wogen
des „digitalen Tsunami"

Die beschriebenen Entwicklungen erfordern ein Umdenken nicht nur bei AktivistInnen.
Auch RechtsanwältInnen, Antirepressionsgruppen und Bürgerrechtsorganisationen müssen
sich den neuen digitalen Kriminaltechniken stellen. Die Skandale um die Nutzung von
Funkzellenauswertung oder Staatstrojanern machen deutlich, dass die Technologien
durch die gegenwärtige Rechtslage nur unzureichend erfasst und beschränkt werden. Die
munteren Exporte entsprechender Hard- und Software werfen zudem weitgehende
bürgerrechtliche und demokratietheoretische Fragen auf.

Doch es gibt Möglichkeiten des Widerstands gegen die technokratischen polizeilichen
Allmachtsphantasien. Betroffene wehren sich im Rahmen des Individualrechtsschutzes
und skandalisieren die Ermittlungsmethoden und den mangelnden Grundrechtsschutz.
Bürgerrechtsgruppen kritisieren die unverhältnismäßigen Datensammlungen, die eine
Bevölkerung unter Generalverdacht und die Unschuldsvermutung damit auf den Kopf
stellen. Auf Kampagnenebene wird die Forderung artikuliert, den Quellcode
polizeilicher und geheimdienstlicher Überwachungssoftware offenzulegen – insbesondere
bei Data-Mining-Programmen oder „vorhersagender Analyse".

Zumindest in deutschen aktivistischen Kreisen hat sich eine kritische Haltung in der
Nutzung elektronischer Kommunikation herumgesprochen. Viele nutzen längst Dienste
linker Internetanbieter, Email-Verschlüsselung oder die Absicherung eigener Rechner
durch freie Betriebssysteme.

Jedoch geht es nicht allein um eine technische Antwort auf den neuen digitalen
Ermittlungseifer. Auf der Tagung wollen wir die verschiedenen Aspekte des „digitalen
Tsunami" erörtern. Nach der Darstellung ihrer technischen Funktionsweisen wollen wir
uns der Frage widmen, was diese Entwicklungen für eine vorwärtsgewandte
Antirepressionsarbeit und Netzpolitik von AktivistInnen, RechtsanwältInnen und
BürgerrechtlerInnen bedeutet.

11.00 – 13.00 Uhr
Podium 1: Das Handy als polizeiliches Werkzeug zur Strafverfolgung und „Crowd Control"

* Funkzellenauswertung zur Strafverfolgung in Dresden (Peer Stolle, Rechtsanwalt)
* Aufspüren von DemonstrantInnen in Echtzeit im Iran (Erich Moechel, Internetreporter)
* Die Verwaltung des digitalen Tsunami: Die Rolle der EU-Sicherheitsforschung (Eric
Töpfer, Statewatch/ CILIP)
Moderation: N.N.

14.00 – 16.00 Uhr
Podium 2: Mathematik gegen Dissens – Computergestützte Repression

* Deep packet inspection und Vorratsdaten (Ralf Bendrath, Wissenschaftlicher
Mitarbeiter von Jan Philipp Albrecht, MdEP/ Grüne)
* Ermittlungssoftware, Data Mining, voraussagende Analyse (Matthias Monroy,
Journalist, Gipfelsoli)
* Polizeiliche Ermittlungen in Sozialen Netzwerken (Rena Tangens, Foebud)
Moderation: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Münster

16.30 – 19.00 Uhr
Was tun: Digitaler Selbstschutz, Rechtsschutz, Online-Petition? Gegenstrategien in
den Wogen des „digitalen Tsunami"

* Alternative Provider und digitaler Selbstschutz (NADIR, angefragt)
* Die Kampagne gegen Vorratsdatenspeicherung: Ein Modell für zukünftige Initiativen?
(Katharina Nocun, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung)
* Wer macht eigentlich Netzpolitik? (Sandra Mamitzsch, Digitale Gesellschaft e.V.)
* Mit Recht und Gesetz gegen ausufernde digitale Kriminaltechnik? (Thilo Weichert,
Landesbeauftragter für den Datenschutz Schleswig-Holstein)
* Aus dem Arsenal der polizeilichen Beschaffungsabteilung: Was da ist, wird auch
benutzt (Josephine Fischer, Initiativgruppe „Sachsens Demokratie", Dresden)
Moderation: N.N.

Die Tagung beginnt um 11.00 Uhr im Südblock, Admiralstraße 1, 10999 Berlin (U8,
Kottbusser Tor), die Teilnahme ist kostenfrei.
Auf Twitter: #RAV42

Die Veranstaltung wird von netzpolitik.org im Internet als Audio gestreamt und auch
mitgeschnitten. Die Adressen sind http://streams.xenim.de/netzpolitik.mp3 und
http://streams.xenim.de/netzpolitik.ogg.

Veranstalter: Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein e.V., Zeitschrift
Bürgerrechte & Polizei/ CILIP, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, Komitee für
Grundrechte und Demokratie e.V., data:recollective, Kritische Jurist_innen der FU

Mit freundlicher Unterstützung der Holtfort-Stiftung.

--

http://.gipfelsoli.org
http://euro-police.noblogs.org
http://twitter.com/gipfelsoli

pgp | gpg: http://gipfelsoli.org/static/gipfelsoli@nadir.org.asc
DCD2
A7FB F8C0 3324 1AF2 E2F0 A1FB E8A3 8CA4 D90C

Samstag, 14. Januar 2012

Re: [g8-2007] Trainer- und Multiplikator_Innen-Seminar - Konsens, Entscheidungsfindung und Moderation - 15. - 18. März - Villa Locomuna - Kassel

Kleine Anfrage:
In der Themenübersicht fehlt ein Hinweis auf Kritik am Konsens.
Dabei gibt es ja etliche Bedenken - und gerade die Ausgrenzungen
(z.B. Ausschluss aus ZUGABe-Vernetzungstreffen,
BI-Flughafen-Frankfurt-Vernetzungstreffen usw.) zeigen, dass in den
basisdemokratisch ausgerichteten Gruppen unter anderem Vetorecht zu
massivem Ausbau des Einflusses zentraler Personen plus Steigerung
der Intransparenz (Veto braucht keine Begründung, wenn sie von
Wichtigen kommt) führt.

Jörg

Am 14.01.2012 10:24, schrieb jhc:
> Konsens, Entscheidungsfindung und Moderation
> Trainer- und Multiplikator_Innen-Seminar
>
> * Warum Konsens?
> * Bedingungen für Konsens
> * Konsensprozess
> * Moderation von Konsens
> * Methoden für Konsens
> * Fähigkeiten und Voraussetzungen in der Gruppe
>
>

--
Projektwerkstatt Saasen, 06401/90328-3, Fax -5 (nach Anruf, ständig: 03212-1434654), 01522-8728353
Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen (20 km östlich Giessen)
www.projektwerkstatt.de/saasen <saasen@projektwerkstatt.de>
++ Tagungshaus ++ politische Werkstätten ++ Archive und Bibliotheken ++
++ Direct-Action-Plattform ++ Bahnanschluß ++ ReferentInnenangebote ++
P.S. Die Projektwerkstatt lebt davon, dass woanders Sachen übrig sind: Eine Liste, was gebraucht wird, ist unter www.projektwerkstatt.de/gesucht zu finden. Zum Beispiel Elektromaterial: Auf-Putz-Lichtschalter und ein Treppenlicht-Zeitautomat für den Sicherungskasten. Ein Auf-Wand-Eckspülkasten für die Toilette und ein 2-Liter-Wasserkocher. SD-RAM für Notebooks ab 256MB mit 144pin (SO-DIMM) und Kopierpapier. Außerdem suchen wir einE StatikerIn für unser Treppenhaus (baurechtlich bereits genehmigt, Statik muss nachgereicht werden).

[g8-2007] Trainer- und Multiplikator_Innen-Seminar - Konsens, Entscheidungsfindung und Moderation - 15. - 18. März - Villa Locomuna - Kassel

Konsens, Entscheidungsfindung und Moderation
Trainer- und Multiplikator_Innen-Seminar

15. - 18. März
Villa Locomuna - Kassel

Anmeldung: konsenstraining (ät) riseup (dot) net

An diesem Wochenende wollen wir uns gegenseitig dazu befähigen, anderen
Gruppen Konsens-Entscheidungsfindung, Moderation in Gruppen und Methoden
für dieses Unterfangen, nahe zu bringen. In diesem Prozess werden wir
sicherlich auch nochmal unser eigenes Verständnis auf diesem Gebiet
schärfen, unsere Rolle als Moderator_Innen kritisch reflektieren und
über die Voraussetzungen und Bedingungen von kollektiver
Entscheidungsfindung ganz grundsätzliche Fragen stellen.

Das Seminar soll an den Teilnehmer_Innen orientiert sein, da wir
glauben, dass alle von den den bisherigen Erfahrungen der anderen lernen
können. Von diesem Austausch soll das Seminar leben.

Gemeinsam wollen wir einige Elemente eines solchen Konsens- und
Moderations-Trainings durchspielen, erproben und zusammen darüber
reflektieren:

* Warum Konsens?
* Bedingungen für Konsens
* Konsensprozess
* Moderation von Konsens
* Methoden für Konsens
* Fähigkeiten und Voraussetzungen in der Gruppe

Unser Angebot richtet sich speziell an Menschen mit mehr oder auch
weniger Erfahrung auf diesem Gebiet. Wir wünschen uns Leute aus
unterschiedlichen Kontexten die ein herrschaftskritisches
Grundverständins teilen und eine darauf basierende politische Kultur
stärken wollen.

Die Organisator_Innen:

Justus und Jan: Mitarbeit im britischen Trainingskollektiv Seeds for
Change (www.seedsforchange.org.uk), diverse Aktivitäten in sozialen
Bewegungen und für den Aufbau von nicht-kommerziellen Alltagsprojekten.

Zur Logistik:

Wir bemühen uns um Fördergelder um evtl. entstehende Fahrtkosten
erstatten zu können und die Seminarkosten (für Räumlichkeiten und
Verpflegung) gering zu halten.

Anreise am Freitag 16 Uhr
Abreise am Sonntag vor oder nach dem Mittagessen

Die Pennplätze vor Ort sind auf 20 begrenzt. Anmeldungen deshalb so bald
wie möglich und bis spätestens 12. Februar an:

konsenstraining (ät) riseup (dot) net

Donnerstag, 12. Januar 2012

[g8-2007] Fwd: Kampagne 19. Mai: Berufungsprozess vorm Landgericht Karlsruhe

> Von: kampagne19mai@querfunk.de
> Betreff: Kampagne 19. Mai: Berufungsprozess vorm Landgericht Karlsruhe
> Datum: 12. Januar 2012 17:00:00 MEZ
> An: kampagne19mai@querfunk.de
>
> Karlsruhe, 12.1.2012,
> Pressemitteilung zur Berufungsverhandlung im Karlsruher
> "Demo-Anmelder-Prozess" (17.1.2012 8:30 Uhr am Landgericht Karlsruhe)
>
> -------------------------------------------------------------------
>
> Landgericht Karlsruhe verhandelt über Demonstrationsfreiheit
> Kampagne 19. Mai ruft zu Kundgebung auf
>
> Am kommenden Dienstag muss sich der Anmelder einer Demonstration am 19.
> Mai 2007 in zweiter Instanz vor dem Karlsruher Landgericht verantworten.
> Während der Demonstration gegen Razzien bei Gegnern des G8-Gipfels 2007
> sollen einzelne Teilnehmer gegen Auflagen verstoßen haben. In dem Prozess
> wird die Frage verhandelt, ob der Anmelder wegen diesen Vorwürfen bestraft
> werden kann. Ihm selbst wird kein Vergehen zur Last gelegt.
>
> In erster Instanz hatte das Amtsgericht Karlsruhe den Angeklagten im Juni
> 2008 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt. Begründet wurde
> das Urteil mit einer vermeintlichen Untätigkeit des Angeklagten. Seine
> Verteidigung hatte Freispruch beantragt, weil eine "stellvertretende"
> Verurteilung nicht zulässig ist und legte Berufung gegen das
> erstinstanzliche Urteil ein.
>
> Der Anwalt des Angeklagten Martin Heiming sieht in der Verurteilung nach
> dem fragwürdigen Prinzip „Einer haftet für Andere" eine Einschränkung der
> Demonstrationsfreiheit. Sollte sich das Urteil bestätigen, wird es in
> Zukunft unmöglich sein, eine Demonstration anzumelden und durchzuführen,
> ohne mit einer Strafverfolgung rechnen zu müssen.
>
> Der Prozess vor dem Landgericht ist auf zwei Prozesstage angesetzt. Für
> den ersten Verhandlungstag ruft die „Kampagne 19. Mai" ab 8:30 Uhr unter
> dem Motto „Demonstrationen gehören den Demonstranten" zu einer Kundgebung
> vor dem Landgericht auf.
>
> Weitere Informationen und Hintergründe zum Prozess:
> http://www.kampagne19mai.de
>
> Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Kontaktadresse
> kampagne19mai@querfunk.de oder an Tel. 0176-24530727
>
>
>
>
>
>
>
>

Montag, 9. Januar 2012

[g8-2007] Berufungsverhandlung gegen Demoanmelder in Karlsruhe

Demonstrationen gehören den Demonstranten

Kundgebung zu Prozessbeginn: Di, 17.1.2012 um 8:30 Uhr
Freitag, 6. Januar 2012

Im Juni 2008 wurde der Anmelder einer bundesweiten Demonstration im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm vom Amtsgericht Karlsruhe zu 60 Tagessätzen verurteilt. Er soll nicht ausreichend für die Durchsetzung einzelner Auflagen gesorgt haben.

Das Urteil des Amtsrichters Neuberth treibt die Deformierung des Versammlungsrechts auf die Spitze. Damit wäre jede Demoanmeldung ein unkalkulierbares Risiko.

Wir wehren uns gegen die zunehmende Praxis der Behörden, Demonstrationen bereits im Vorfeld mit schikanösen Auflagen zu belegen und durch das Auftreten von Polizeihundertschaften zu kriminalisieren.

Für selbstbestimmte Protestformen! Gegen die Anklage! Für das Demonstrationsrecht!
Kommt zur Kundgebung und begleitet den Prozess.

Dienstag, 17.1.2012 8:30 Uhr Kundgebung vorm Landgericht
Prozessbeginn um 9:00 Uhr
Landgericht Karlsruhe, Hans-Thoma-Str. 7, Saal 126, 1. OG

Alle Infos und Material: http://www.kampagne19mai.de
--
NEU: FreePhone - 0ct/min Handyspartarif mit Geld-zurück-Garantie!
Jetzt informieren: http://www.gmx.net/de/go/freephone